Impuls zum 4. Sonntag im Jahreskreis

4. SONNTAG IM JAHRESKREIS A

L1: Zef 2,3;3,12–13. L2: 1 Kor 1,26–31. Ev:  Mt 5,1–12a

Schwestern und Brüder, die Lesungen dieses Sonntags lenken unseren Blick auf das Herz, das Gott erfreut; ein Herz, das demütig, offen und von Liebe erfüllt ist.

In der ersten Lesung sagt der Prophet Zefanja, dass Gott nicht die Mächtigen und Stolzen sucht, sondern „ein demütiges und armes Volk", das Zuflucht bei ihm findet. Solche Herzen sind bereit, sich von Gott formen zu lassen, statt anderen zu zeigen, wie stark sie sind.

Der heilige Paulus im ersten Korintherbrief erinnert uns daran, dass Gott das Schwache in der Welt erwählt hat, um das Starke zuschanden zu machen. In Gottes Augen zählt nicht Erfolg, Ansehen oder Macht, sondern die Bereitschaft, in Demut und Liebe zu dienen.
Wenn wir also mit einfachem Herzen leben, werden wir fähig, seine Weisheit zu erkennen und sie im Alltag weiterzugeben in Frieden, Geduld und gegenseitigem Respekt.

Im Evangelium beschreibt Jesus diese Haltung in den Seligpreisungen; das Gesicht dieses Herzens: arm vor Gott, barmherzig, friedensstiftend, sanftmütig.
Das sind keine Verlierer, sondern Menschen, die sich von Gott berühren lassen und deshalb anders leben können; in Liebe, Frieden und Respekt. 
Wer so lebt, dient Gott, indem er dem Menschen dient und er sieht im anderen nicht eine Bedrohung, sondern eine Schwester und einen Bruder.

Ja, ein demütiges und reuevolles Herz ist kein perfektes Herz, sondern ein ehrliches.
Ein Herz, das sich korrigieren lässt, das Vergebung sucht - und schenkt, das den Mut hat, dem Frieden den Vorrang zu geben.

Ist unser Herz weich genug, um von Gott bewegt zu werden? Ist es bereit, in Liebe zu dienen und Frieden zu stiften?
Wenn ja, dann wohnt Gott schon mitten unter uns; still, aber mächtig in seiner Gnade.
Amen.

Seien Sie gesegnet!
Ihr Pastor Benard

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