Impuls zum 2. Fastensonntag

Dieser eine Moment

Manchmal erlebt man Situationen, die alles verändern.

  • Ein ehrliches Gespräch, das Mut macht,
  • einen Sonnenaufgang, den man nach einer schweren Zeit bewusst erlebt
  • ein friedlicher Moment im Gebet.

Für einen Moment sieht man klarer, hoffnungsvoller, größer.

Als Petrus, Jakobus und Johannes mit Jesus auf einen Berg gingen, erlebten sie so einen Moment. Vor ihren Augen verwandelte sich Jesus: Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider wurden strahlend weiß. Mose und Elija erschienen den Jüngern und eine Stimme aus einer Wolke sagte: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.“

Die Jünger sehen in diesem Moment, wer Jesus wirklich ist. Sie sehen nicht nur den Lehrer, den Wundertäter, den Freund, sondern Gottes Sohn in Herrlichkeit.

All das passiert kurz bevor Jesus von seinem Leiden und seinem Tod spricht und so scheint die Verklärung wie ein Lichtstrahl vor dem dunklen Weg nach Jerusalem.

Diese besondere Glaubenserfahrung möchte Petrus festhalten, indem er anbietet, für Mose, Elija und Jesus Hütten zu bauen, aber Jesus führt sie wieder hinunter zum Tal. Warum?

Solche besonderen Momente - solche Glaubenserlebnisse - können nicht konserviert werden, sondern dienen als „Wegzehrung“ für den Abstieg. Den Abstieg in den Alltag, denn dort spielt sich das Leben ab und auch der Glaube.

Manchmal fühlt sich das Leben hektisch, sinnlos, dunkel und schwer an. Und die Verklärung Jesu erinnert daran, dass Gott mit seiner ganzen Größe über unserer aktuellen Situation steht; dass es mehr gibt, als man selbst gerade sieht.

Und vielleicht sollte jeder für sich überlegen, wie er die Erfahrung von Gottes Nähe in seinem Alltag „mit ins Tal“ nehmen kann.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche!

Ihre Constanze Outzen

 

 

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