Impuls zum 1. Fastensonntag

Fastenzeit:  Zuhören und Fasten

Papst Leo schreibt in seiner Botschaft zur Fastenzeit, dass es eine Zeit sei, Gott wieder in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen. Dazu empfiehlt er 3 Elemente:

  1. Zuhören
    Durch das Zuhören geben wir anderen Raum und ermöglichen es, in Beziehung zueinander zu treten. Es ist wichtig, auf das Wort in der Liturgie zu hören und auf die Wirklichkeit, die zu uns spricht. Durch die Heilige Schrift werden wir befähigt, die verschiedenen Stimmen zu unterscheiden. Ebenso lernen wir, den Schrei der Armen zu hören, der uns herausfordert.
  2. Fasten
    Das Fasten hilft uns zu spüren, wonach wir Hunger und Sehnsucht haben und zu unterscheiden, was wichtig ist.
    Ganz konkret empfiehlt der Papst zu verzichten auf „Worte, die unsere Mitmenschen verletzen und kränken.“ Er ermutigt, auf schlechtes Reden zu verzichten und stattdessen Freundlichkeit zu pflegen.
  3. Gemeinsam
    Das Hören auf das Wort und das Fasten haben eine gemeinschaftliche Dimension. Wir tun es nicht nur als Einzelne, sondern wir tun es gemeinsam. Dadurch wird unser Miteinander und unsere Gemeinschaft geprägt.

Der Heilige Vater schließt mit den Worten:
„Liebe Brüder und Schwestern, bitten wir um die Gnade einer Fastenzeit, die unser Ohr aufmerksamer macht für Gott und die Geringsten. Bitten wir um die Kraft eines Fastens, das auch die Sprache betrifft, damit die Worte, die verletzen, weniger werden und der Stimme der anderen mehr Raum bleibt. Und bemühen wir uns, dass unsere Gemeinschaften zu Orten werden, wo der Schrei der Leidenden Gehör findet und das Zuhören Wege der Befreiung schafft, sodass wir bereit und eifrig am Aufbau der Zivilisation der Liebe mitwirken.

Von Herzen segne ich euch und euren Weg in der Fastenzeit.
LEO  XIV

https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-02/papst-leo-xiv-fastenbotschaft-2026-wortlaut-deutsch.html
Archivfoto Papst Leo (c) Vatican Media

 

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