Impuls zum 6. Sonntag der Osterzeit (Joh 14, 15-21)

„Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“

Eine Forderung, die uns viel abverlangt: Liebe und Gehorsam. Jesus beschreibt damit aber nicht das Befolgen einer Regel, sondern eine Beziehung, denn unsere Liebe zu ihm zeigt sich darin, wie wir leben. Echte Liebe bleibt nicht im Verborgenen, sie wird sichtbar im Handeln. Wenn uns jemand wichtig ist, verändern wir die Art und Weise, wie wir mit ihm umgehen. Nicht weil wir es als Pflicht ansehen, sondern weil es uns ein Anliegen ist.

„Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit…“

Eine Zusage, dass Gott uns nicht allein lässt. Gerade in Zeiten der Unsicherheit, des Zweifelns oder der Überforderung können wir darauf vertrauen, dass Gottes Geist uns leitet, uns erinnert und stärkt. Gottes Nähe ist nicht nur äußerlich, sondern innerlich erfahrbar: in Momenten, in denen man Orientierung braucht oder wenn die Kraft zum Handeln fehlt. Gott bleibt nicht auf Distanz -  ER kommt zu uns.

„Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch.“

Eine Aussage, die Situationen anspricht, in denen man sich allein gelassen fühlt. Und Jesus? Er verspricht uns, nah zu sein – auch dann, wenn er für uns nicht sichtbar ist. Eine Nähe, die uns trägt, auch wenn äußere Sicherheiten fehlen. Seine Beziehung zu uns ist auf Dauer – ein ewiger Begleiter auf unserem Lebensweg.

Wer Jesus liebt, bleibt nicht auf Distanz. Und wer sich IHM öffnet, erfährt, dass ER sich zeigt. Wir müssen unseren Weg nicht immer aus eigener Kraft finden, die Erfahrung, nicht allein gelassen zu sein, hilft uns. Nicht immer spektakulär, aber sehr wirksam im Leben.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche!          Ihre Constanze Outzen

 

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