Bild: /Klaus Byner
Impuls zum 25. Sonntag im Jahreskreis

1200 Jahre Mission des Heiligen Ansgar

Dieses Jahr ist das 1200jährige Jubiläum, dass der Mönch Ansgar seine Missionsreise in den Norden begonnen hat. Nach der Synode von Ingelheim im Jahr 826 wurde er ausgesandt, den dänischen König Harald zu begleiten und den christlichen Glauben zu den Völkern des Nordens zu bringen.

Drei Dinge aus dem Leben des Hl. Ansgar können auch für uns als Pfarrei Stella Maris Vorbild sein.

1. Ansgar bringt das Evangelium zu den Menschen

Ansgar ist bereit, sich zu den heidnischen Völkern senden zu lassen. Das Risiko, dabei sein Leben auf das Spiel zu setzen schreckt ihn nicht. Wichtig ist für ihn: Die Botschaft von Jesus und das Evangelium sind so wichtig, dass es allen Völkern bekannt gemacht werden muss.

Als sein Schiff auf der ersten Missionsreise überfallen wird, verliert er alle Ausrüstung und die wertvollen Geschenke. Macht nichts. Er legt die restlichen 600 Km zu Fuß zurück, ohne Geld und Ausrüstung und beginnt seine Mission in Birka.

Ansgar setzt alles ein, um das Evangelium zu den Menschen zu bringen. Das ist auch unser Auftrag.


2. Ansgar ist nicht erfolgreich

Obwohl Ansgar unermüdlich missioniert, in Hamburg ein Kloster und eine Kirche baut, muss er erleben, dass sein Werk zerstört wird. Bei dem Überfall der Wikinger 845 wird die Kirche und das Kloster zerstört. Ansgar und die Mönche müssen fliehen.

Ansgar muss erleben, dass seine Arbeit und Mission nur wenig Erfolg hat. Trotzdem vertraut er, dass Gott durch seinen Dienst den christlichen Glauben und die Kirche wachsen lässt, auch da, wo er es noch nicht sehen kann.

Jeder Schritt, den wir tun, um Reich Gottes zu bauen und zu leben wird von Gott weitergeführt. Auch wenn wir es noch nicht sehen.


3. Ansgar lebt das Evangelium

Für Ansgar ist bei all seinen Reisen die Sorge für die Armen wichtig. Wo es ihm möglich ist, kauft er Gefangene und Sklaven frei. Als Ansgar nach der Zerstörung Hamburgs nach Bremen geht beginnt er nicht, die Verteidigung der Stadt zu organisieren. Seine wichtigste Sorge ist der Dienst für die Armen. Er errichtet ein Armenspital und organisiert Hilfe für Witwen, Waise und Arme. Kranke kommen von weither, um Hilfe zu finden. Für sie alle betet Ansgar inständig - auch für die feindlichen Wikinger.

Auch für uns gilt: Das Evangelium muss nicht nur verkündet werden, sondern zuerst gelebt werden.

Heiliger Ansgar - bitte für uns 

Ihr Pfarrer Wojzischke

 

 

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