Reiche Frucht, teils hundertfach
Im Evangelium erzählt Jesus von dem Sämann, der die Saat auf den Acker streut.
Jeder von uns kennt das: es gibt Saat, die gut aufgeht und reiche Frucht bringt, es kommt aber auch vor, dass nichts wächst. So ist das im Garten, aber auch im Reich Gottes.
Wenn die Früchte zu sehen und zu ernten sind, sind wir voll Freude und Dankbarkeit. Es wird uns etwas geschenkt. Auch wenn wir dafür gearbeitet haben, bleibt auch ein Geschenk. Gott lässt es wachsen und reifen.
Jesus nennt auch Probleme, die das Wachstum behindern. Wenn auf felsigen Boden oder auf den Weg gesät wird, kann die Frucht nicht wachsen.
Ein Hindernis benennt Jesus ganz konkret: „Die Sorgen dieser Welt ...“.
Die Sorgen dieser Welt kennt jeder von uns. Es sind die Dinge, die wir jeden Tag zu erledigen haben: Was soll ich einkaufen? Ich muss einen Arzttermin buchen. Wie planen wir den Urlaub? Ich muss noch für den Haushalt sorgen…
Diese Dinge sind alle wichtig. Aber sie bergen die Gefahr, dass ich nur damit beschäftigt bin und nicht mehr sehe, was Gott mir schenkt in meinem Leben und in meinem Alltag. Gott beschenkt uns jeden Tag. Die Gefahr ist, dass ich das nicht mehr sehe, weil ich mit all den Aufgaben und Sorgen zu sehr beschäftigt bin.
Ich wünsche uns immer wieder ein Innehalten und einen Blick, der sieht, dass wir von Gott beschenkt sind. Das Reich Gottes wächst - auch in meinem Alltag.
Ihr Pfarrer Wojzischke